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Wie das Leben leichter fällt - im richtigen Biorhythmus

Verena Steiner hat in ihrem Buch "Energiekompetenz" die wichtigsten Erkenntnisse aus Biochemie und Neurowissenschaften zusammen getragen und zahlreiche spannende Thesen weiterentwickelt.
Von ihr und anderen inspiriert habe ich vor Jahren begonnen, meinen eigenen Energierhythmus zu beobachten. Da gab es Spannendes zu entdecken und einiges zu verändern!
Zuerst mal wusste ich nicht, dass nicht nur unser Schlafrhythmus, sondern auch unser Tagesrhythmus in 90-Minuten Zyklen abläuft. Unser Organismus durchläuft alle 90 Minuten ein kleineres Tief, welches man messen kann, etwa in dem man die Hirnströme oder Augenbewegungen analysiert. Damit verbunden sind auch die Kontraktionen des Magens und der Wechsel vom links- zum rechtshemisphärischen Denken. 
Steiner unterscheidet des Weiteren verschiedene Aktivitätsphasen während eines Tages: den Alphazustand (beim Aufwachen), die Up-Phase, die Primetime, die Down-Phase, das Tief, die erneute Up-Phase und das Hoch. Jede Phase zeichnet sich durch typische Merkmale aus, die einem dann leichter fallen. So ist während den Hochs und der Primetime die linke Gehirnhälfte aktiv, wir können dann sehr konzentriert, logisch - analytisch, strukturiert und diszipliniert arbeiten. In den Tiefs hingegen aktiviert sich die rechte Hirnhälfte stärker und Kreativität, Intuition und Phantasie sind gefragt. In den Abendstunden erwachen unsere Sinne noch stärker: geniessen ist angesagt! Gemäss chronobiologischen Erkenntnissen hören, sehen, schmecken, riechen, fühlen wir abends besser! 
Ich wusste damals auch nicht, was es für Konsequenzen hat, wenn man die Phasen bewusst in seinen Alltag einplant. Seit einiger Zeit helfe ich Menschen dabei, ihre Tätigkeiten entsprechend ihrem Energiehaushalt zu planen und bin mir natürlich in meinem eigenen Alltag recht bewusst, wann mir welche Tätigkeiten entsprechen, wann mir etwas leichtfällt und wann nicht. Heute bin ich in der Lage, meinen Tag so zu gestalten, dass die Struktur meinem Biorhythmus wirklich entspricht. Es macht so vieles leichter. Ich bin produktiver und meistens entspannt.
Was ich heute berücksichtige:
*Ich kenne meine Primetime sehr genau und plane sie entsprechend. In der "Primetime" werden keine E-Mails beantwortet, weil mir die Zeit dafür zu schade, die Energie zu hoch ist
*Ich weiss genau, zu welcher Zeit ich am besten strategisch und konzeptionell denken kann und plane solche Tätigkeiten zu dieser Uhrzeit ein, wann immer möglich
*Mir ist klar, wann ich am kommunikativsten bin. Wann ich meine wichtigen Telefonate mache und sie erfolgreich und positiv verlaufen werden
*Ich weiss, wie ich mit den sogenannten "down-Phasen" umgehen kann und dass sie wichtig sind. Zu diesen Zeiten lasse ich beispielsweise Besprechungen stattfinden, denn Gespräche sind ideal in dieser Phase
*Seitdem ich weiss, wann für mich die ideale Zeit zum Aufstehen ist, fällt mir vieles leichter. Weil ich weiss, wann mein Biorhythmus auf Produktivität umstellt (vergleichsweise spät ;)), wecke ich mich nicht mehr um halb sieben aus dem Tiefschlaf, sondern starte später und langsam in den Tag. Weil ich meinen Chronotypen kenne, weiss ich, dass ich abends länger fit und recht produktiv sein kann, wenn ich meinem Rhythmus folge.
Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Entdecken und Optimieren Ihres Energiehaushalts!
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