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Vergiss die "Zielgruppe"! 

5 Dinge, die Erfolg auf Instagram (und anderen Social Media Kanälen) verhindern - und 5 persönliche positive Erfahrungec

Seit letztem August (erst) beschäftige ich mich intensiv mit Instagram und habe meistens viel Freude an diesem Social Media Kanal. Ich habe ihn mir so eingerichtet, dass ich nur relevante Beiträge von Menschen und Themen sehe, die mich inspirieren.

 

In diesem dreiviertel Jahr ist so unglaublich viel Positives passiert - ausgelöst durch ein Instagram Training, das ich bei einer Bekannten aus Bali besucht hatte. Danach ist mein Account sehr schnell gewachsen. Dahinter steckt einerseits meine Freude am Kanal, und andererseits eine klare Strategie, die ich konsequent verfolge. Darüber schreibe ich weiter unten dann mehr.

 

In diesem Blogpost möchte ich meine Leser*innen auf 5 Denkfehler oder Verhaltensweisen aufmerksam machen, die ich auf Instagram (und anderen Social Media Kanälen) leider häufig beobachte. Manchmal sind es Dinge, die wirklich unprofessionell oder unsympathisch wirken und einfach nur mühsam sind. Sie helfen auch überhaupt nicht dabei, Reichweite oder Engagement zu gewinnen. Darum möchte ich sie hier ansprechen.

 

Ich komme gleich zur Sache.

 

1) Warum die "Zielgruppe" nicht ins Jahr 2019 passt

 

Ja, ich meine das wirklich ernst. Der Begriff der Zielgruppe stammt für mich gefühlt aus den 1990er Jahren; er beinhaltet eine Denkart, die heute nicht mehr relevant ist. Zumindest nicht für Menschen, die authentisch unterwegs sind und die mit ihren Produkten oder Dienstleistungen echten Mehrwert liefern wollen.

 

Für mich ist ganz klar, dass mein Angebot zu allererst mit meinen eigenen (klar definierten) Werten kongruent sein muss. Bevor ich ein Angebot kreiere, eine Firma gründe, einen Social Media Auftritt plane, muss ich wissen, wer ich bin, was mir WERTvoll ist.

 

Ich muss meine Werte benennen. Im Blogpost "3 Irrtümer auf dem Weg zur Berufung" habe ich schon die Spirale mit den vier relevantesten Fragen beschrieben und sie lässt sich auch fürs Social Media Marketing anwenden. Die Frage nach dem WER(T) ist der Ausgangspunkt.Ich habe für mich 8 Schlüsselbegriffe (Werte) definiert, die für mich als Mensch essenziellsind. Für die ich einstehe. Und sie auch für mein Angebot essenziell.

 

Wenn die Werte klar sind, wenn ein Mensch sich also selber kennen gelernt hat und seine Essenz nach Aussen trägt, ergibt sich ein Angebot und ein Auftritt, der in sich stimmig ist. Der wahrhaftig ist. So ein Auftritt wird Resonanz auslösen. Er wird gesehen und gehört werden - von denjenigen Menschen, die ähnliche Werte für wichtig halten. Diese Menschen interessieren sich für Dein Angebot und diese Menschen "folgen" Dir.

 

So entsteht Beziehung. Wenn der Zeitpunkt und das Angebot dann passt, kaufen oder buchen diese Menschen bei Dir.

 

Darum: Bei der Positionierung ist es erfolgsversprechender, nicht allzu fest nach aussen zu schauen und sich dabei in Zielgruppen-Definitionen zu verlieren, sondern vielmehr nach innen zu blicken und dabei zu erkennen, wofür Du wirklich - wirklich einstehst.

 

Sei kongruent, ehrlich und wahrhaftig in Deinen Botschaften. Dann musst Du nämlich nicht "verkaufen", sondern Du wirst gefunden. So passiert es mir momentan mehrmals wöchentlich auf Instagram. Ich werde gefunden und aktiv gebucht. Ohne, dass ich mich jemals um eine klar definierte "Zielgruppe" gekümmert habe, finden immer die richtigen, passenden Menschen zu mir! Sie, die meine (Herzens-) Sprache sprechen.

 

Was sind die Werte und Eigenschaften, die du in dir trägst und zeigen möchtest?

Wenn die innere und die äussere Haltung übereinstimmen, wirkst Du echt. Das stösst auf Resonanz.

 

2) Das Verhältnis von 5:1 oder warum Mehrwert gefragt ist

 

Sehr oft sehe ich Therapeuten, Berater und Coaches, die in jedem einzelnen Social Media Beitrag ihr Angebot bekannt machen. In jedem einzelnen Post! Da frage ich mich manchmal, wer da noch hinschaut oder liest. Ich persönlich finde es in erster Linie wichtig, Mehrwert zu liefern. Inspirierenden Content. Spannenden, ermutigenden, persönlichen Inhalt.

 

Auch dank diesem Mehrwert interessieren sich viele Menschen für mein Angebot und dadurch erhalte ich aktive Anfragen von potenziellen Kund*innen. Würde ich in jedem Post auf mein Angebot hinweisen, würde ich viele davon gleich wieder abschrecken.Viel lieber lasse ich interessierte Menschen selber auf mich zukommen und vertraue darauf, dass sie das auch tun. Weil sie spüren, dass ich echtes Interesse an den thematisierten Beiträgen habe.

 

Es hat mir mal ein Werbeexperte gesagt, dass das Verhältnis von mindestens 5 "neutralen" Posts pro 1 Werbe-Post eingehalten werden müsse, um erfolgreich zu sein. Das heisst, man postet mindestens 5 Beiträge, die ohne Hinweise aufs eigene Angebot auskommen. Im 6. Post kann man dieses dann erwähnen.

 

Ich selber bin da noch zurückhaltender und mache nur etwa in jedem 8. Posts einen dezenten Hinweis auf eine eigene Veranstaltung. Ich setze konsequent auf spannende Textinhalte und stilvolle Bilder. Ganz einfach, weil ich mir auch bei anderen Accounts am liebsten Inspiration und Mehrwert zu Gemüte führe. Viel lieber als Werbung.

 

3) Vielseitigkeit versus Perfektion

 

Nachdem ich oben beschrieben habe, wie wichtig es ist, nicht dauernd über sein Angebot zu schreiben, fragt man sich vielleicht, worüber man denn sonst schreiben könnte.

Mehrwert zu liefern, bedeutet, sich vielseitig zu zeigen. Sich mit seinen Werten zu zeigen. Sich auch persönlich einzubringen. Verschiedene Facetten zuzulassen. Man kann nicht allen gefallen, das ist klar. Aber wenn man aus Angst, jemanden zu verschrecken, dann nur einen ganz engen Fokus von sich zeigt, ist das irgendwann - eher früher als später - langweilig.

Ich finde es wirklich wichtig, zugänglich zu sein, mich von unterschiedlichen Seiten zu zeigen, auch unperfekt und dabei persönlich.

 

Das bewirkt, dass Menschen sich mit einem identifizieren können. Perfektion ist schon so lange out - auch wenn Instagram als Plattform oft mehr Schein als Sein bietet. Doch Schein interessiert mich nicht.

 

4) Es braucht eine Strategie

 

Ich erhalte ab und zu Anfragen, ob es denn nicht nervig sei, wenn man zu oft poste, beispielsweise täglich. Das kann ich klar verneinen. Im Gegenteil, ich vertrete dezidiert die Meinung, dass nur tägliches Posten von relevantem Inhalt zu hohem Engagement und Reichweite führt.

 

Ich habe das für mich ausgetestet und gesehen, dass ich Follower verliere, wenn ich nur 1-2 Mal pro Woche poste.

 

Wenn ich hingegen täglich poste, dann habe ich pro Woche (momentan) etwa 150 neue Follower.

 

Das geht nicht, wenn man so quasi nach Lust und Laune postet. Ich habe eine klare Strategie und setze mich einmal pro Woche für eine Stunde hin und schreibe meine Posts für die nächsten 7 Tage. Dabei überlege ich mir, welche Themen ich anspreche, wo ich Mehrwert liefern kann, was mich selber gerade beschäftigt, welche Bilder dazu passen und welche Hashtags ich verwende. Ich erstelle eine optisch schöne Reihenfolge.

 

Auch habe ich zu Beginn meiner Instagram-Tätigkeit eine Hashtag-Bibliothek mit 4x40 Hashtags angelegt und wähle jeweils aus, welche Hashtags am besten zum Beitrag passen. Das alles tue ich mit 2 Apps, die mir helfen, dass ich nicht zum Social Media Sklaven werde (Later.com und Planoly.com). Ohne diese Apps würde ich mich in Instagram verlieren und würde planlos posten. Darum bin ich ganz entschieden dafür, eine Strategie und konsequente Planung zu verfolgen.

 

Übrigens verwende ich die meisten meiner Posts gleichzeitig (automatisiert) auch auf meiner Facebook Business Seite.

 

Solange ich meiner Essenz treu bleibe, meine Themen ernst nehme, Mehrwert liefere, vielseitig bin, sehe ich kein Problem darin, aktiv einer Strategie zu folgen und meinen Account wachsen zu lassen.

 

Im Gegenteil. Die Resultate einer Strategie sind im besten Fall authentisch, stimmig und wertvoll und helfen anderen Menschen weiter. So macht Marketing Spass. Wenn es integer gemacht wird und Substanz bietet. Und es ist auch einfach total befriedigend zu sehen, dass eine Strategie funktioniert und meinen Kund*innen, die ihre Essenz gefunden haben, wahrhaftigen, verdienten Erfolg beschert.

 

Gleichzeitig ist es mir möglich, Spielraum offen zu lassen für den Moment. Aktuelle Themen kann man nämlich jederzeit und spontan einarbeiten, oder man kann sie auch in einer Story präsentieren.

 

5) Herablassendes Posten und Rat-Schläge

 

Manchmal (zu oft!) begegnen mir auf Instagram und Facebook so herablassende Beiträge wie folgende:

 

"Ist dir eigentlich klar, wie viel Energie Dich all deine Ängste kosten? Du kannst das und das dagegen tun... Probiere doch einmal ... öffne Dich".

 

"Geht es Dir auch so, Du bist müde und hast keine Idee, wie Du das ändern könntest..."

"All Deine Barrieren sind energetische Blockaden! - Wann bist Du bereit für dein echtes Leben?"

 

"Weil Du ständig Angst vor xy hast, bist Du ..."

 

Da kippt mir manchmal echt die Kinnlade runter. Und um die Fragen zu beantworten: Nein! Ich bin nämlich schon bereit für mein echtes Leben. Ich lebe es sogar schon. Ich bin weder ständig energielos noch müde. Um Rat-Schläge habe ich nicht gebeten. Ich finde es im Gegenteil herablassend und arrogant, so aufzutreten, als habe man die Wahrheit gepachtet.

 

Davon auszugehen, dass jeder, der den Beitrag liest, ein Problem habe. Was soll das?

Meine Bitte: Mehr Posts in der "Wir-Form", wenn es um Inspiration geht. Oder in der "Ich-Form". Ich finde es hundertmal spannender, wenn jemand von eigenen Erfahrungen, Erfolgen und auch Misserfolgen erzählt, als dass ich online belehrt werde.

 

Wie sind deine Erfahrungen mit diesen Themen? Ich bin gespannt von Dir zu lesen!

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