Zurück zur Website

Frauen, (auch) hinter die Kameras!

 

Drei Tipps für glamouröse Bilder hinter der (Smartphone-) Kamera

Gast-Artikel von unserer Fotografin Sarah Ley.

Wir als Unternehmerinnen sind oft – ob freiwillig oder nicht – auch Fotografinnen. In Zeiten, wo das Bild und das bewegte Bild auf Instagram immer wichtiger werden, ist es sehr wertvoll, eigene visuelle Inhalte zu produzieren, statt auf Stockfotos zuruückzugreifen. Denn in deiner Bildsprache schwingt auch deine Energie mit und sie zieht darum genau die Kundinnen an, die zu dir passen.

Drum ist ein grundlegendes Wissen darüber, wie du mit deiner Handy-Kamera gut umgehen kannst (Ja, deine Follower wollen Bilder von dir sehen!), sehr wertvoll.

Du musst kein Foto-Profi werden, aber mit ein Paar einfachen Kniffen wirken deine Bilder gleich viel professioneller. Darum präsentiere ich Dir hier meine 3 Foto-Tipps für mehr Glamour!

Tipp 1. Sei eine Künstlerin – Komponiere, bevor du abdrückst!

Ich kann dir entweder ganz viele Gestaltungs-Regeln mit auf den Weg geben oder diesen einen, wertvollen Tipp: Komponiere dein Bild zu Ende, bevor du abdrückst!

Schalte die Rasterfunktion deines Smartphones ein und schau genau, was da alles und wo es sich auf deinem Handybildschirm befindet.

  • Musst du noch was verrücken? Tu es!
  • Fehlt noch was für die Spannung im Bild? Hole es!
  • Beissen sich zwei Farben? Tausche eine aus!
  • Sind die Linien auf meinem Bild ein einziges Chaos?

Richte sie am Rasters aus!

Komponieren kannst du nicht nur, indem du dich selber und dein Smartphone bewegst (kippen, drehen, hoch und runter bewegen), sondern auch, in dem du in deine Bildszene bewusst eingreifst.

Das gilt auch für Portraits: Rücke die Person weg von der Bildmitte - ausser alles soll bewusst symmetrisch sein – das erzeugt Spannung im Bild und Platz für Geschichten.

Tipp 2. Augenhöhe – Auch ein Kaktus hat Augen

Bei Kindern oder dem Hauskater ist es ja noch relativ einfach zu verstehen: Wenn du mit der Kamera auf die Augenhöhe deines Models gehst, kreierst du ein Bild ohne Aufsicht (die das Model klein wirken lässt) oder Untersicht (die das Model mächtig wirken lässt), sondern einfach ein harmonisches, respektvolles Portrait des kleinen Menschen oder Tieres.

Nun ist aber zu bedenken: Auch dein Kaktus hat Augen! Auch deine Kaffeetasse übrigens, deine Möbel und dein Laptop.

Keine Angst, sie beobachten dich nicht andauernd (oder wenn, lassen sie es sich nicht anmerken), aber wenn du sie schon fotografierst, solltest du auch deinen geliebten Gegenständen so viel Würde erweisen, sie auf Augenhöhe zu fotografieren.

  • Stelle dir dafür einfach vor, wo ihre Augen wären, wenn sie welche hätten
  • Gehe mit deiner Handykamera genau auf diese Höhe
  • Halte dein Handy grade (niiiiicht kippen, sonst ist die Augenhöhe wieder futsch!)
  • und staune, wie viel besser dein Bild geworden ist

Extra Tipp: Für ganz kleine Gegenstände, drehe dein Smartphone um 180°. Dann befindet sich deine Kamera näher an der Tischkante /dem Boden und du kannst auch diese auf Augenhöhe einfangen.

Tipp 3. Freistellen – keine Angst vor leeren Flächen!

Wenn viele Dinge auf deinem Bild zu sehen sind, mache dir klar, welches deine Königin ist. Die Königin ist das, worauf sich der Blick des Betrachters richten soll. Also, wer soll nun der Eyecatcher sein auf deinem Bild? Etwa der Hintergrund mit vielen Ästen und Blättern? Oder doch lieber das Gesicht der Person um die es geht?

Bei Gegenständen oder Personen gilt: Finde einen interessanten Hintergrund, der aber nicht interessanter ist, als deine Königin.

Dann schaue, dass sie freigestellt ist, dass also der unmittelbare Platz um sie herum leer oder zumindest ebenmässig ist und sie durch nichts direkte Konkurrenz bekommt.

Freistellen kannst du etwas mit folgenden Methoden

- Neutraler Hintergrund

- Verschwommener Hintergrund

- Farbkontrast (Bsp. Banane auf grünem Hintergrund)

- Hell/ Dunkel (Das Gesicht deines Models sollte am hellsten sein) - Zuschneiden (Unnötiges weg!)

Dabei kannst grosszügig «leeren Raum» um dein Motiv herum komponieren, denn der wirkt nicht etwa langweilig, sondern macht dein Motiv spannender und lässt uns sofort drauf gucken!

So, ich hoffe meine drei Foto-Tipps haben dir geholfen!

Wenn Du noch von vielen weiteren Tipps profitieren möchtest, dann komm an unseren Foto-Spaziergang, an dem ich nicht erkläre, wie Du mit deinem Smartphone bessere Bilder schiesst, sondern auch das Thema Bildbearbeitung aufgreife und mit Dir die Bilder bearbeite - direkt am Smartphone. 

Die Fotos, die Du hier im Blogartikel siehst, zeigen übrigens einige Impressionen von diesem inspirierenden Workshop-Tag, der zweimal jährlich stattfindet.