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Mein Verständnis von Spiritualität

Eingebettet in den Zyklus

Heute schreibe ich über meinen Zugang zur Spiritualität und auch darüber, was die Zeit rund um die Menstruation (und ihr entsprechend auch die Phase des Neumondes / die Nacht / der Winter) mit Spiritualität zu tun haben. Mehr als viele denken, das kann ich schon mal voraus schicken.

Meine Spiritualität durchdringt alles, was ich tue.

Wow. Bis vor ein, zwei Jahren hätte ich mich nicht getraut, das öffentlich zu sagen. Doch so ist es, und ich bin mir dessen schon lange Zeit bewusst; eigentlich seit ich mich erinnern kann.

Meine Spiritualität hole ich mir nicht an speziellen Tagen oder in speziellen Gebäuden hervor. (Wenngleich die "richtige" Umgebung helfen kann, sich zu zentrieren). Ich brauche Weihnachten und Kirchen nicht, um meine Spiritualität aktiv zu leben. Denn "ich" und "wir alle" sind zutiefst spirituelle Wesen, immer und überall. Viele haben es nur vergessen, in den Wirbeln und Wellen des Alltags.

Wenn ich von Spiritualität spreche, meine ich nicht den Glauben an eine Religion,

die meistens dogmatisch und bevormundend ist, sondern ich sie als Ausdruck von Freiheit: Spiritualität fliesst frei und wandelt sich andauernd. Sie zeigt sich in der Verbindung mit der Natur, mit dem Universum, fühlt sich immer wieder als "Eins-Sein mit allem was ist" an. Spiritualität hat so viele Gesichter, wie es Menschen gibt.

Wie viele Frauen spüre ich eine starke Verbundenheit zur Natur. Ein Aufenthalt im Grünen oder am Wasser stärkt mich, gleicht mich aus und "leert mich" auf eine gute Art und Weise. Ich tauche so wieder ein in meine innere Weite.

Ich fühle mich ganz besonders kraftvoll in meiner spirituellen Verbindung, wenn ich Menschen unterstütze, sich ihrer inneren Führung zu öffnen.

Wenn ich einer Frau zeige, wie sie in eine tiefe innere Verbindung mit sich selber gehen kann, beispielsweise, weil sie sich ihre Berufung erschaffen möchte, oder weil sie sich mehr Entspannung in ihrem Leben wünscht, dann hilft das auch mir selber, noch stärker in Kontakt mit meiner innere Stimme zu kommen.

Zu heilen.

Leite ich einen Women's Circle, dann fühle ich diese starke Kraft in mir, wo ich Kanal werde für etwas Grösseres, und lasse die Intuition einfach durch mich fliessen.

Meinen Tempel trage ich in mir, und es gibt Phasen, da spüre ich das nahezu andauernd, und es gibt Phasen, da fühle ich mich abgeschnitten und sehne mich nach diesem Einssein.

Verschiedenen Zyklusmodellen zufolge (etwa Miranda Gray oder "the red school") entspricht die Phase der Menstruation einer Zeit der Visionen, der Intuition, des Rückzugs, des Schlafens, Träumes und vor allem der Spiritualität. Innere Harmonie entsteht, wenn Frauen alle 4 Phasen ihres Zyklus würdigen, auch die heilige Zeit der Blutung (die in unserer Kultur abgewertet wird).

Ich persönlich erlebe während dieser Zeit eine noch tiefere Verbindung zu meiner inneren Führung, als sonst. In dieser nach innen gerichteten Zeit, in der ich mehr ruhe und weniger erledige, bin ich empfindsamer, tiefsinniger und intuitiver. Es ist so wichtig, dass wir Frauen uns während der Menstruation so gut wie möglich Zeit für uns selber nehmen. Innenschau halten. Uns zurücknehmen.

In meinem Kalender werden die Tage markiert und grosse Aufträge nehme ich für diese Zeit nicht an. Ich plane mehr Ruhephasen ein und meditiere mehr.

Früher haben sich die Frauen gemeinsam zurückgezogen zur Zeit des Neumondes (denn die Blutung setzte meistens dann ein). Erinnern wir uns daran und zelebrieren diese heilige Zeit, so wie es für uns möglich ist, auch im Kleinen. Nicht immer es es möglich, gleich einen oder mehrere Tage frei zu nehmen, wenn "die Tage" kommen. Doch schon eine längere Mittagspause oder ein Massagetermin können Dir helfen, die innere Ruhe wieder besser zu spüren. Bewusst nichts zu tun, in der Mittagspause nicht zum Smartphone zu greifen sondern eine Runde im Grünen zu drehen - es sind die "kleinen" Sachen, die zählen!

Eine gute Methode, sich auf die Natur und ihre Rhythmen einzustimmen, nicht nur für Frauen mit Menstruationszyklus, besteht auch darin, die Mondzyklen zu beobachten. Zu schauen, ob das Abnehmen des Mondes, das Zunehmen, der Vollmond einen Einfluss auf die eigene Stimmung haben. Ob die Energie eher steigt oder sinkt beispielsweise.

Und auch unsere Jahreszeiten sind natürlich zyklisch und wir können uns mit ihnen verbinden. Indem wir in die Qualitäten des Herbstes eintauchen: Ernten, danken, Abschied nehmen sind beispielsweise nun aktuell. Wie lebst Du das in deinem Alltag? Beginne, Dich diesbezüglich zu reflektieren, und Du wirst immer mehr wahrnehmen, wie die zyklischen Geheimnisse deinen Alltag mit mehr Wahrhaftigkeit segnen.

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